Die Algarve

Am südlichen Ende von Portugal liegt die Algarve. Östlich davon finden wir auf dem spanischen Festland „Andalusien“. Die kilometerlangen Sandstrände von Andalusien weiten sich bis nach Südportugal und somit in die Algarve aus. Je mehr westlich wir kommen, wird die Küste felsiger, rauher. Von der Grenze bis nach Faro prägt der Nationalpark „Ria Formosa“ die Küstenregion. Es ist eine herrliche Lagunen-Landschaft. Dieser Abschnitt wird Sandalgarve oder Sotovento genannt.

In der Region westlich von Faro, bekannt als die Felsenalgarve oder Barlovento brandet das Meer ungehindert an die Küste . Die zerfurchten Küstenfelsen mit einer Höhe von bis zu 50m haben im Lauf der Zeit bizarre Formen angenommen. Sie sind aus gelben und rötlich braunem Kalk- und Sandstein.


Die Algarve liegt in der südwestlichsten Region von Europa. Ganz im Westen des Küstenabschnittes treffen wir auf das Cabo de São Vicente bei Sagres. Vom südwestlichsten Punkt des Kontinents sehen wir in westlicher Richtung theoretisch nach den Azoren den Kontinent Amerika und in südlicher Richtung den Kontinent Afrika. Die Lage von Cabo de São Vicente ist eindrücklich, aber auch sehr windig.

So schön kann Wandern sein..

Neben Sagres gibt es noch weiter kleinere und grösse Städte im Barlovento anzutreffen. In den alten Stadtzentren ist die lange Geschichte von Portugal noch präsent. Die Zentren wurden und werden gepflegt und es wird darauf geachtet, die Zeugen der Vergangenheit zu wahren.

Hinter der Küste steigt die Landschaft rasch an und wir befinden uns in der Serra. Diese besteht aus Sandstein und Tonschiefer und erreicht eine Höhe bis 500 m. Dieses sehr grüne Hügelland ragt empor bis Serra de Monchique und erreicht dort den dem höchsten Punkt, den Pico da Foia (902 m).

Aber nicht nur die Serra de Monchique ist sehenswert und speziell. Etwas mehr östlich treffen wir auf die Serra do Caldeirão. Erwarten wir nicht, dass wir dort die gleiche Gegend und gleiche Vegetation treffen. Die Serra de Monique und die Serra do Caldeirão sind nicht zu vergleichen. Zu guter Letzt treffen wir im Westen die Serra di Espinhaço do Cào.

Die zwei unterschiedlichen traumhaften Küstenregionen und die verschiedenen abwechslungsreichen Landschaften im Hinterland mit Bergen, Wäldern, eine Flora mit Korkeichen, Mandelbäumen, Zitrusfrüchte, Weinberge, Feigen, Eukalyptusbäume, Erdbeerbäume begeistern uns so sehr, dass es uns immer wieder in diese Region zieht. Während es im Sommer sehr heiss und trocken ist, blüht es schon ab Ende Januar. Die Küsten, die Landschaft und die Wälder zeigen sich von der grünen und farbigen Seite.